Content, Kontext, Kundengewinnung: Online-Marketing ist keine Monarchie - Teil 1

06. April 2017 Austin Cobb

Bill Gates hat 1996 gesagt: „Content is king.“ Marketer auf der ganzen Welt haben mit diesem Zitat gespielt und konstatiert: „Wenn Content der König ist, muss Kundengewinnung die Königin sein,“ „wenn Content König ist, muss Kontext Gott sein,“ usw.

Das Problem ist nur, dass manche dieser Zitate sich widersprechen. Welches stimmt also? Und welches ist überhaupt relevant?

Eine digitale Monarchie?

Meiner Meinung nach liegt das Problem gar nicht bei den Zitaten selbst, sondern bei dem Vergleich mit der Monarchie. Laut duden.de ist eine Monarchie eine "Staatsform mit einem durch seine Herkunft legitimierten Alleinherrscher an der Spitze." Das heißt also, dass nur eins dieser Online-Marketing-Aspekte (Inhalt, Kontext, Kundengewinnung) der absolute Herrscher sein kann. Content und Inbound Marketing funktionieren jedoch nicht so, sondern sind viel synergetischer ... vergleichbar mit einem Handschlag.

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Das Kauferlebnis des Kunden sollte immer die oberste Priorität haben.

Kauferlebnis

Heutzutage ist das Kauferlebnis das Wichtigste. Damit Marketing erfolgreich ist und eine dauerhafte Wirkung erzielt, muss es zuerst dem Kunden dienen. Die Marketing-Agenda steht also immer an zweiter Stelle. Bevor wir überhaupt darüber sprechen können, WIE wir dem Kunden dienen, müssen wir zuerst wissen, WARUM er dort online unterwegs ist, wo er ist, und WAS er überhaupt erreichen möchte. Dies herauszufinden ist gar nicht so schwer, man muss sich nur in die Zielgruppe hineinversetzen. Ein guter Leitfaden dafür ist die Erstellung von Käuferprofilen, die wir in einer anderen Blog-Serie behandeln (eine erste Vorstellung davon können Sie durch dieses kostenlose Template für Kundenprofile bekommen).

kauferlebnis.jpg

Ergänzen Sie am besten selbst diesen Satz: "Ein großer Teil meiner Zielgruppe befindet sich auf _______ , weil sie _______."

Bei uns klingt das beispielsweise wie folgt: „Ein großer Teil unserer Zielgruppe befindet sich auf Instagram, weil sie über Menschen und Themen, die ihnen wichtig sind, informiert bleiben möchten."

Je präziser dieser Satz formuliert ist desto besser. Sobald wir diesen Satz ergänzt haben, können wir als Marketer verstehen, wie wir zu Kundenerfahrungen positiv beitragen können. Somit sind wir schon beim nächsten Thema angekommen: Kontext.

Kontext

Manche Menschen sehen keinen großen Unterschied zwischen Kontext und Kundenerlebnis, aber das stimmt meiner Meinung nach nicht. Kontext und Erleben sind zwar eng miteinander verknüpft, aber müssen separat betrachtet werden. Hier ein persönliches Beispiel, um dies zu veranschaulichen:

Ich spiele Gitarre und verbringe gerne Zeit auf Youtube, um mehr über neue Musiktheorien zu erfahren oder einfach um besser spielen zu lernen. Zwischen den Videos kam eine Werbung für die App Yousician – eine App für Musiker mit Übungstipps. Viele moderne Marketer wären vielleicht genervt, dass das Kundenerlebnis unterbrochen wird. Aber ich habe mehr über die App lernen wollen, weil der Kontext absolut passend war!

Wäre die Werbung jedoch für Spotify oder Nike gewesen, wäre das Resultat nicht positiv gewesen, weil der Kontext gefehlt hätte. Deswegen ist es so wichtig, sich Gedanken über den richtigen Kontext für Ihre Werbung, Posts und jeden anderen Content zu machen, damit er bei Ihrer Zielgruppe gut ankommt.

In Teil 2 gehe ich weiter darauf ein, wie die drei Marketing-Aspekte Content, Kontext und Kundengewinnung auf Ihrer Webseite und anderen Marketing-Plattform ineinandergreifen sollten.

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Austin Cobb

Austin Cobb

I believe there is little that can replace smart, hard work. I work diligently to share knowledge and support companies trying to adapt to the modern and quickly changing landscape of digital and online marketing.

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